
Hepco & Becker Alu Exklusiv
Praxistest:
Die Exclusiv-Box von Hepco & Becker erinnert an die legendären,
tropentauglichen Rimowa-Fotokoffer. Im Test hatten wir die zierliche 30-Liter-Version.
Die Koffer sind schmaler als die Kunststoff-Variante und flacher als die
Standard-Aluboxen. Fahrer und Beifahrer haben folglich reichlich Bewegungsfreiheit.
Die Koffer werden hinten von jeweils einem Halteschloß fixiert.
Der An- und Abbau ist etwas knifflig, weil man die Führungsschienen
des Adapters sehr exakt ansetzen muß. Auf dem Deckel befindet sich
ein flexibler Tragegriff, der sich allerdings nicht zum Verzurren einer
Gepäckrolle eignet. Der Kofferdeckel wird von einem abschließbaren
Spannverschluß gehalten. Der Deckel läßt sich um 180
Grad seitlich wegklappen. Der Innenraum ist vollständig mit einer
14 Millimeter dicken Schaumstofflage ausgekleidet. Das verringert zwar
den ohnehin bescheidenen Stauraum. Dafür isoliert der Schaumstoff
sehr gut - optimal, wenn man zum Beispiel eine empfindliche Ausrüstung
unter schwierigen Klimabedingungen transportieren muß. Aluabrieb
ist natürlich auch kein Thema mehr. Der Innenraum ist glattflächig
und läßt sich sehr leicht beladen. Der Testhelm paßt
nicht hinein.
Sonstiges: Passendes Topcase erhältlich.
Fazit: Penibel verarbeitete Edelkoffer. Sehr stabile Konstruktion.
Durch Innenauskleidung gute Isolation gegen extreme Klimabedingungen.
Knapper Innenraum; hoher Preis.
Gewicht: 7,8 Kilo (Satz)
Volumen: 30 Liter, auch in 40 Liter-Größe erhältlich
Material/Ausstattung: Aluminium, vernietet; Kantenschutz an allen Ecken;
Klappdeckel mit zwei vernieteten Scharnieren an der Schmalseite; abschließbar;
ein flexibler Tragegriff; Innenverkleidung; Adapter und Halteriegel für
Hepco & Becker-Träger.
Hepco & Becker Junior II
Praxistest:
Eine vertrauenerweckende Konstruktion: gedrungene Optik, schlagfestes
Material - die Junior II-Koffer umgibt eine Aura des Unzerstörbaren.
Am Träger wirken die Koffer sehr kompakt. Der Fahrer kann leicht
absteigen, der Sozius genießt ausreichende Fußfreiheit. Die
Koffer werden hinten von jeweils einem Halteschloß fixiert und lassen
sich sehr einfach abnehmen und wieder anbringen. Beim Abstellen stehen
die Koffer bombenfest auf zwei breiten Sockeln. Der Tragegriff ist breit
und abgerundet und liegt gut in der Hand, befindet sich allerdings relativ
dicht an der Kofferschale. Der Kofferdeckel wird von zwei Spannverschlüssen
gehalten. Das Öffnen und Schließen ist sehr einfach und sicher.
Der Deckel öffnet seitlich um 90 Grad. Wenn man den Koffer zum Beladen
auf den Rücken legt, klappt er leicht zu. Der Innenraum ist relativ
glattflächig und läßt sich leicht beladen. Trotz der nominal
40 Liter Volumen eher beschränkte Platzverhältnisse. Unter die
Bodenplatte mit der Haltegurt-Befestigung können Kleinteile rutschen.
Zwei verstellbare Haltebänder in der Hauptkammer, ein Gummiband im
Deckel (zwei wären besser). Dicke Gummilippe gegen Wassereinbruch,
durch hohen Anpreßdruck sehr effektiv. Testhelm Größe
60 paßt nur mit Nachdruck hinein (Koffereingang zu eng).
Sonstiges: Passendes Topcase, auf Wunsch mit Rückenpolster
und Gepäckreling, sowie weitere Koffervarianten erhältlich.
Zubehör: Innentaschen
Fazit: Ein ausgereiftes und auch im Detail überzeugendes
System. Sehr stabil und langlebig; einfach zu bedienen. Das Platzangebot
dürfte allerdings etwas üppiger ausfallen.

|