Was lange währt, wird endlich gut, sagt man im Volksmund. Beim Topcase „Gobi“ von Hepco & Becker muss es zweifelsohne heißen „…wird richtig gut.“ Vor über einem Jahr kam Deutschlands führende Kofferschmiede mit Ihrem Extrem-Kofferset „Gobi“ auf den Markt, einer schlagfesten Kunststoff-Innovation im Alu-Look – einer Kampfansage an alle beulengefährdeten Aluminium-Gepäck-systeme. Unser ausführlicher Test in REISE MOTORRAD 2004/2 berichtete darüber. Anfänglichen kleinen Verarbeitungs-Tadeln folgte alsbald viel lob und man versprach, schnellstens ein Topcase nachzulegen. Kürzlich war es soweit und wir haben das Topcase ausprobiert. Formschön und schick, wie seine hängenden Geschwister, präsentierte sich das Topcase unseren kritischen Blicken. Ausgestattet mit einer metallenen Reling sowie einem breiten Polster für Mitfahrers Rücken bringt es satte 6Kg Eigengewicht auf die Waage und liegt damit im Mittelfeld der Alu-Konkurrenz. Hier heißt es also auch, bei der Beladung auf die vorgeschriebenen Gewichtsgrenzen des Heckträgers zu achten. Der Grund für Gobi's hohes Eigengewicht sind vor allem sein aus schlagfestem Kunststoff bestehender Aufbau der im Deckel- und Bodenbereich sogar massiv doppelwandig ist. Das garantiert im Sturzfall größtmögliche Bruch- und Verformungssicherheit, laut Hersteller sogar bis zu einer Belastung von 100 Kg. Ganz nebenbei kann das abgenommene Topcase so bei Bedarf auch bedenkenlos als Sitz- oder Arbeitsfläche dienen. Der über eine 35cm breite Kunststofflasche mit dem Bodenteil verbundene Deckel inklusive Metallgriff und optionaler Reling fungiert als zusätzlicher Gepäckträger. Ein Stahlkabel im Kofferinneren verhindert zuverlässig das Überkippen selbst eines beladenen Deckels nach hinten. 42 Liter nutzbares Packvolumen stehen zur Verfügung, das reicht für einen Helm plus ziemlich viel Allerlei, in Kombination mit den je 37 Litern fassenden Gobi-Koffern sogar für ausgedehnte Touren. Helme ab der Größe L müssen im Topcase allerdings auf die Seite gelegt werden, damit sich der Deckel schließen lässt. Apropos: Die massiv metallenen Schlösser hinterlassen einen sehr stabilen Eindruck und arbeiten nahezu ohne zu haken. Eine Positionsmarkierung zeigt auf einen Blick, ob alles offen oder abgeschlossen ist. Unser Tipp: Bei der Topcase-Nach- oder Komplettbestellung der Gobi-Koffer auf gleiche Schlüsselnummern achten (Code-Zahl steht auf dem Schlüsselbart), das erleichtert das Handling sehr. Befestigt wird das Gobi-Topcase auf allen gängigen Trägersystemen von Hepco & Becker. Für einen rundherum spielfreien Sitz empfiehlt der Hersteller die Anbringung zweier Kunststoffpfropfen auf der Topcase-Rückseite. Dazu sind allerdings zwei Bohrungen durch die Außenhaut des Koffers notwendig. Diese sollten danach tunlichst mit Gummi-Unterlegscheiben gut abgedichtet werden, um die Wasserdichtigkeit nicht zu gefährden. Und in Sachen Dichtung noch ein Tipp: Die fingerdicke, um die gesamte Öffnung laufende Gummiwulst neigt dazu, am Deckel kleben zu bleiben und dadurch beim Öffnen aus Ihrer Führung gerissen zu werden. Reiben Sie diese Gummidichtung einfach mit Fett ein und sie bleibt dort, wo sie sein soll.
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